Mein erster Hund sollte ein Tierheim Hund werden - so einen "Nichtgewollten", weil ich großer Fan von Tierheim Sendungen bin. 

Also bin ich ins Tierheim außerhalb der Stadt und sah mich um. Ich überlegte mir drei Rassen, die vom Wesen her zu mir paßten - Collie, Rottweiler und Chow-Chow. Wie es dann eben so ist, waren Vertreter aller drei Rassen vor Ort und hatte die "Wahl der Qual".

Na toll !!

Also begann ich mit dem Rundgang und kam zuerst beim Collie an, da er ununterbrochen bellte, war er nicht für die Mietwohnung geeignet und ging weiter. 

Der Rottweiler hockte nur ängstlich in der Ecke und so kam ich zu dem schwarzen Chow-Chow Mix. Er schien auch interessiert, als ich ihn ansprach und so hockte ich mich vor seinem Zwinger. 

Es war die richtige Entscheidung, denn die "Chemie" stimmte, so kam er im Sommer 2000 in die Familie, lebte sich schnell ein und gewöhnte sich an unseren Alltag und blieb stundenweise allein. Wenn ich dann Vormittags Feierabend hatte, machten wir ausgiebige Gassirunden.

Und weil es mein erster Hund war, bin ich auch in den Hundeverein eingetreten und Samstags war Training. Wir übten zusammen in der Gruppe und es machte Spaß unter Gleichgesinnten. 

Das setzt viel Vertrauen in Hund und Halter. Auf dem Hundeplatz gelingt das durch das gemeinsame Ausüben der Kommandos und dem Parcour.

Zuhause geht das durchs Füttern, Fellpflege und Ansprache / Umgang mit dem Vierbeiner und die Abenteuer bei den Unternehmungen in die Natur. Er lief frei ohne Leine, ohne sich groß zu entfernen und fuhr auch gern im Auto mit, so daß wir auch in ländliche Gegenden fahren konnten.

"Buck" (sein Name aus dem Tierheim) war ein typischer Vertreter seiner Rasse, die ich bis dato gar nicht kannte, bis ich im Internet nach Chow-Chow Mischlingen googelte.

Dort erfuhr ich von der großartigen Hunderasse, die sich  EURASIER  nannte. Das witzige ist: Ich hatte ein Hundebuch aus dem Westen und dort habe ich erst Jahre später den Eurasier darin entdeckt, weil das Foto ein dunkles schwarz-weiß Foto ist.

Buck hat es mir sehr leicht gemacht.

Er war ein ganz toller Hund und hatte ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen. Da der Eurasier zuweilen recht eigensinnig sein kann, war er wohl einer der wenigen Ausnahmen.

Er war auch sehr zurückhaltend, so daß sogar meine restlichen Familienmitglieder ihn mochten, die so gar "nichts mit Tieren am Hut" haben.

Etwa 12-jährig erkannte man schon die Altersgebrechen und so nach und nach versagten die Augen und Ohren ihren Dienst. Der Rücken senkte sich, sein Gang wurde steifer und die Rute hing einfach nach hinten runter.

In der Nacht zum 16. März 2013 mußte ich ihn schweren Herzens gehen lassen . . . . . .

Er wurde ungefähr 13 oder 14 Jahre alt, denn sein Geburtsdatum war nicht bekannt.

Ich blieb bei ihm bis zum letzten Atemzug, er war immer als treuer Freund an meiner Seite und bleibt unvergessen . . . . . .

Er war mein  Seelenhund.

 

Buck war ein geduldiges Model. Leider habe ich nicht so viele schöne Fotos, da meine erste Kamera ein Anfängermodell war, mein Equipment und die anfänglichen Übungen zu wünschen übrig ließ.

Erst später hatte ich aus Büchern mein Basiswissen verinnerlicht und verbesserte Ausrüstung.

Allerdings war er ein schwieriges Anfängermotiv, weil er schwarz-braun geflammt war.

Wer selbst fotografiert, weiß was ich meine ;-)

 

 

 

 


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